The state of the global hospitality industry following COVID-19 and what hoteliers can do now

Der aktuelle Stand der globalen Hotellerie während COVID-19 und was Hoteliers jetzt tun können

Arnaud

Kürzlich haben wir ein Webinar durchgeführt, in dem wir besprochen haben, wie Hoteliers mit der Coronavirus-Krise umgehen können. Außerdem haben wir neueste Updates zu Hotelmärkten weltweit angesichts der Ausbreitung von COVID-19 veröffentlicht und die brennenden Fragen beantwortet, die Hoteliers in diesen ungewissen Zeiten haben.

Alexander Edström, CEO von Atomize, Johan Johander, Gründer und Managing Director von Benchmarking Alliance, Robin Rossmann, Managing Director von STR und Angelika Sharma, Senior Solutions Consultant bei OTA Insight, teilten ihre Ratschläge und Anregungen für Hoteliers in dieser herausfordernden Situation.

Lesen Sie weiter, um eine Zusammenfassung der wichtigsten Diskussionspunkte sowie die Antworten unserer Experten auf die häufigsten Fragen von Hoteliers in Bezug auf COVID-19 zu erhalten.

Die globalen Auswirkungen von COVID-19 auf die Hotellerie

Als Auftakt teilte Robin Rossmann von STR die neuesten Daten über die Auswirkungen von COVID-19 auf die Hotellerie.

Laut STR sind über 40% aller Hotels in China vorübergehend geschlossen. Ähnliche oder sogar noch weiterreichende Schließungen sind in stark betroffenen Ländern wie Italien und Spanien bereits in Kraft getreten und sind auch in anderen Gebieten zu erwarten. Weltweit verzeichnen Hotels einen erschütternden Rückgang der durchschnittlichen Auslastung. Wann und wie sehr einzelne Länder betroffen sein werden, hängt sehr davon ab, wie die Verbreitung von COVID-19 vor Ort gehandhabt wird, wie Geschäfts- und Urlaubsreisen dort im Verhältnis stehen und ob Gäste hauptsächlich aus dem In- oder Ausland kommen.

Hotelauslastung weltweit während des Ausbruchs des Coronavirus im März 2020

Positiv zu vermerken ist, dass in China erste Anzeichen einer Erholung erkennbar sind, seit die Zahl der Neuerkrankungen stetig zurückgeht.

Erholung des chinesischen Hotelmarktes

Aufgrund der anhaltenden Ausbreitung von COVID-19 und der daraus resultierenden Ausgangseinschränkungen, die viele Branchen zum Stillstand bringen, erwarten Wirtschaftswissenschaftler eine globale Rezession. Deren Länge und Tiefe wird stark vom Virus und staatlichen Eingriffen und Hilfestellungen abhängen. Angesichts all dessen stellen sich Hoteliers die Frage, ob dies langfristige Auswirkungen auf das Reiseverhalten sowohl im Freizeit- als auch im Businesssegment haben wird und wie lange es dauern wird, bis sich die Hotellerie und die Wirtschaft insgesamt erholt haben.

Ein genauer Blick auf die nordischen und baltischen Hotelmärkte in Zeiten von COVID-19

Nach einer kurzen Einführung in die nordischen und baltischen Hotelmärkte teilte Johan Johander von Benchmarking Alliance Details über die Entwicklung der Region in den letzten fünf Jahren und die drastischen Auswirkungen, die COVID-19 darauf hatte.

Die Daten von Benchmarking Alliance zeigen, dass die nordischen und baltischen Hauptstädte zwischen dem 1. und 20. März 2020 aufgrund von Reisebeschränkungen und anderen Sicherheitsmaßnahmen einen durchschnittlichen Belegungsrückgang von 36% bis 52% verzeichneten.

Entwicklung der Hotelbelegung

Verglichen mit der globalen Finanzkrise, ist der Rückgang wesentlich größer, da die Auswirkungen viel drastischer sind und in kürzerer Zeit eintraten.

Belegung während der Finanzkrise von 2007 bis 2009 verglichen mit der Corona-Krise 2020 in Stockholm

Von Atomize aufgezeichnete Daten spiegeln dies wider. Eine von Alexander geteilte Grafik zeigt, dass die Auslastung im gesamten Atomize-Hotelportfolio auf durchschnittlich 16% gesunken ist.

Atomize aggregated occupancy after COVID-19 outbreak

Bisherige Hotelmarkt- und Kundenreaktionen auf COVID-19

Angelika Sharma von OTA Insight teilte Momentaufnahmen davon, wie acht Märkten in vier Regionen auf die Krise reagiert haben, und präsentierte zwei konkrete Beispiele für Kundenreaktionen.

Die Marktschnappschüsse zeigen, wie häufig Preisanpassungen in Märkten weltweit vorgenommen wurden und dass die Zimmerpreise in vielen Gegenden nun der geringeren Nachfrage angepasst sind. Größere Preisänderungen wurden in den meisten Regionen bisher nur für April und Mai vorgenommen. In der Hoffnung, dass sich Nachfrage und Märkte zum Sommer hin erholen werden, blieben Preise im Juni weitgehend unberührt.

Wenn man Kundenreaktionen betrachtet, wird die Auswirkung von Event- und Messeabsagen auf städtische Hotelmärkte deutlich. Als zum Beispiel die Gaming Developers Conference in San Francisco offiziell verschoben wurde, ging die Nachfrage nach Hotels zum Konferenztermin um 90% zurück.

Heatmap vor und nach der Eventabsage

Was Hoteliers während des COVID-19 Ausbruchs tun können

Alexander fuhr mit Anregungen dazu fort, was Hotels tun können, um die Auswirkungen der Coronavirus-Krise auf ihren Betrieb etwas abzufedern.

Er hob hervor, dass viele Urlaubsreisende momentan noch eine ähnliche Kaufkraft haben wie zuvor, diese jedoch aufgrund von Reisebeschränken nicht nutzen können. Dies heißt, dass der Blick auf die Zukunft gerichtet sein sollte, genauer gesagt, auf das zweite Halbjahr. Bis dahin wird die Krise hoffentlich vorüber sein und viele werden ihren angesparten Urlaub nutzen wollen. Aufgrund der Ungewissheit müssen Hotels jedoch vor allem bei der Planung ihrer Strategien und Budgets wesentlich flexibler sein als gewöhnlich.

In Regionen, in denen Hotels noch nicht gezwungen wurden zu schließen aber niedrige Belegungsraten verzeichnen, ist es wichtig Zimmerpreise nicht blindlings zu reduzieren. Stattdessen sollten sie an die gesunkene Nachfrage angepasst werden und auf ähnlichem Niveau bleiben, wie die Konkurrenz. Attraktive Pauschalangebote, die den Fokus auf Mehrwert legen, Staycationangebote für den Heimmarkt, alternative Möglichkeiten zur Monetarisierung des F&B-Bereichs durch Takeaway und Lieferservice, das Anbieten kostenpflichtiger Parkplätze für die Öffentlichkeit oder kreative Tagesangebote können für dringend notwendige Einnahmen sorgen und Gäste während und nach der Krise anziehen. Derzeit relevante Dienstleistungen wie Flughafentransfers in desinfizierten Autos anzubieten, zeigt außerdem, dass Hotels auf die Situation reagieren und ihr Bestes geben, damit sich Gäste auch während dieser schwierigen Zeit wohlfühlen.

Für Hotels, die aufgrund von Reisebeschränkungen oder obligatorischer Schließung viele Stornierungen erhalten, können Gutscheine oder attraktive Umbuchungsoptionen eine gute Alternative zu Rückerstattungen und eine Möglichkeit dafür sein, um schon gewonnene Kunden zu behalten. Wenn Gruppen stornieren, sollte sich das Vertriebsteam um Nachbuchungen bemühen, sobald sich das Geschäft wieder belebt.

Sowohl Robin als auch Alexander betonten, dass Hoteliers an die Zeit nach COVID-19 denken müssen, wenn die Nachfrage wieder steigt. Besonders in Gebieten, in denen Hotels geschlossen werden mussten, ist dies wichtig. Um auf diese Zeit vorbereitet zu sein, ist es unerlässlich, Marketinginitiativen aufrechtzuerhalten. Dies kann über die Social-Media-Kanäle des Hotels erfolgen, mithilfe von Mitarbeitern, die Angebote und Updates auf ihren eigenen Kanälen teilen oder über geeignete Influencer oder Medien. Indem Hotels ihre öffentliche Präsenz aufrechterhalten und mitteilen, wie sie mit der Krise umgehen, können sowohl unabhängige als auch Markenhotels weiterhin mit ihrem Publikum in Kontakt bleiben und neue Buchungen erhalten, sobald die Nachfrage wieder wächst.

Abschließend waren sich alle Diskussionsteilnehmer einig, dass Hoteliers, unabhängig von ihrer jetzigen Situation, aktuelle Marktdaten im Auge behalten und, wenn möglich, unterstützende Software verwenden sollten, um optimal auf die Erholung der Märkte reagieren zu können.

Häufige Fragen von Hoteliers zur Bewältigung der COVID-19-Krise

Mein Markt kommt gerade zum Stillstand. Wie kann mir ein automatisiertes Revenue Management System (RMS) in dieser Situation helfen?

In der Anfangsphase, in der Revenue Manager auf die schnell sinkende Nachfrage reagieren müssen, kann ein RMS helfen, indem es genaue Forecasts erstellt und in Echtzeit optimierte Preise vorschlägt oder automatisch anpasst und so die Arbeitslast reduziert.

Sobald sich die Märkte wieder erholen, können Sie mithilfe Ihres RMS den optimalen Preis anbieten, um neue Einnahmen zu erzielen, Chancen in Ihrem Markt effektiv zu nutzen und Ihrer Konkurrenz einen Schritt vorauszubleiben. Dies könnte es Ihnen ermöglichen, einige Umsatzverluste auszugleichen, indem Sie auch kleinste positive Marktentwicklungen nutzen.

Welches Segment wird sich wahrscheinlich zuerst erholen?

Es ist wahrscheinlich, dass sich das inländische Corporate Segment nach einer Lockerung der Reisebeschränkungen als erstes erholt. Das inländische Leisure Segment, das sowohl über OTAs als auch über direkte Kanäle bucht, wird folgen. Wenn man bedenkt, wie sich die Situation derzeit entwickelt, wird das internationale Geschäft am längsten brauchen, um sich zu erholen.

Wie werden OTAs voraussichtlich auf die Krise reagieren?

Angesichts der Tatsache, dass zuerst inländische Geschäfts- und Urlaubsreisen zunehmen werden, erwarten wir, dass OTAs ihr Marketing für den Rest des Jahres auf diese Segmente konzentrieren werden. Da sich die Situation in verschiedenen Märkten immer noch unterschiedlich entwickelt, müssen wir noch abwarten bis OTA-Partner genaue Daten darüber veröffentlichen.

Heute ist Flexibilität bei Stornierungen sehr wichtig. Was ist dabei die beste Vorgehensweise und wird diese Krise die Erwartungen der Gäste in diesem Bereich in Zukunft beeinflussen?

Branchenführer haben die Rückerstattung stornierter Aufenthalte aufgrund höherer Gewalt als Standard vorgelebt. Obwohl dies für Hotels zu Cashflow-Problemen führen kann, insbesondere da derzeit kaum oder keine neuen Buchungen eingehen, sollten Hotels diesem Beispiel folgen, da Gäste gerade keine andere Wahl haben, als zu stornieren. Wenn Sie jetzt flexibel und kulant sind, können Sie sicher sein, dass Gäste durch diese positive Erfahrung ermutigt werden, wieder bei Ihnen zu buchen, sobald die Reisebeschränkungen gelockert werden.

Es besteht die Möglichkeit, dass sich die Erwartung bezüglich Stornierungsbedingungen aufgrund der aktuellen Situation ändert. Da reisende erstattungsfähige Preise jetzt möglicherweise mehr schätzen, müssen Hotels das Buchungsverhalten in Zukunft genau beobachten, um zu sehen, ob und wie es sich ändert. Bleiben günstigere, nicht erstattungsfähige Preise weiterhin beliebt? Werden Gäste bereit sein, mehr für die Sicherheit zu zahlen, dass sie ihr Geld leicht zurückerhalten können, wenn sie umbuchen oder stornieren müssen? Werden andere Bedingungen für das Corporate Segment und Gruppenbuchungen verlangt werden? Während sich die Nachfrage erholt, müssen sich Hotels diese Fragen immer wieder stellen und ihr Angebot an die sich ändernden Bedürfnisse der Gäste anpassen.

Wie werden Hotels von den potenziell verheerenden Auswirkungen von COVID-19 auf Fluggesellschaften beeinflusst?

Derzeit ist schwer zu sagen, wie schnell die Fluggesellschaften ihren normalen Betrieb wieder aufnehmen werden. Für Märkte, die besonders vom Flugverkehr abhängig sind, bedeutet dies zusätzliche Unsicherheit. Dies muss beim Forecast und der Erstellung langfristiger Strategien berücksichtigt werden.

Worauf sollen sich Hoteliers konzentrieren während ihre Hotels geschlossen bleiben oder sehr niedrige Auslastungen verzeichnen, um für den Nachfrageanstieg in der Zukunft bereit zu sein?

Zum einen ist es wichtig, auf dem Laufenden zu bleiben und zu wissen, was in Ihrem Markt und weltweit passiert. Verwenden Sie ein Business Intelligence (BI) Tool und nutzen Sie vertrauenswürdige Datenquellen, um ausführliche, aktuelle Informationen zu erhalten. Wenn Sie möchten, können Sie sich auf LinkedIn an das Team von OTA Insight wenden und kostenlos Details zu 40 Märkten weltweit anfordern.

Hotels, die immer noch Gäste empfangen, sollten ihr Bestes tun, damit diese sich in dieser Situation so wohl wie möglich fühlen. Zeigen Sie, dass Sie für sie da sind und ihre Bedenken ernst nehmen. Nutzen Sie die zusätzliche Zeit, die Ihnen jetzt zur Verfügung steht, für Projekte, die Sie zuvor immer aufgeschoben haben.

Sammeln Sie zum Beispiel kreative Ideen für Werbeaktionen nach der Krise, räumen Sie Ihre Systeme gründlich auf oder organisieren Sie sie neu, recherchieren und testen Sie neue Tools, führen Sie Mitarbeiterschulungen durch oder bereiten Sie sie für später vor und überarbeiten Sie Ihre Online-Präsenz (z. B. Ihre Website, soziale Medien usw.). So sind Sie perfekt darauf vorbereitet, wenn es nach der Krise wieder bergauf geht.

Mein Hotel ist/wird vorübergehend geschlossen, aber ich würde gerne neue Tools ausprobieren, wenn wir wieder eröffnen. Was raten Sie mir?

Wenn sich der Markt erholt, wollen Sie, dass Ihr Hotel schneller reagiert als die Konkurrenz, damit Sie jede Umsatzchance nutzen können. Das schaffen Sie am besten, wenn Sie ein automatisiertes RMS und ein hochmodernes BI Tool nutzen.

Um Hoteliers zu unterstützen, bieten viele Hotel-SaaS- und BI-Unternehmen ihre Dienste und Tools derzeit kostenlos oder zu einem reduzierten Preis an. Wir schlagen vor, dass Sie die Betriebe kontaktieren, mit denen Sie gerne arbeiten möchten, und fragen, welche Optionen es gibt. Atomize bietet neuen Kunden jetzt zum Beispiel kostenlosen Zugriff auf das RMS bis sie wieder 50% ihrer durchschnittlichen Auslastung von vor der Krise erreichen.

Wenn Sie noch weitere Fragen dazu haben, wie Sie Ihr Hotel am besten und sichersten durch diese Zeit bringen können oder Sie wissen wollen, wie Atomize Sie unterstützen kann, wenn der Markt sich erholt, melden Sie sich gerne bei uns..

Wir wünschen Ihnen, Ihrem Team und Ihrem Hotel alles Gute. Bleiben Sie gesund und passen Sie gut auf sich auf.

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